Tagebuch zum Indienaufenthalt

Thursday - 22.12.05: Weihnachten kommt

Liebe Indien-Interessierte,

 

mir kommt es so vor als ob gestern erst Nikolaus war (und somit mein letzter Tagebucheintrag noch nicht solange her), aber wenn ich auf den Kalender blicke, stelle ich fest, dass schon bald Weihnachten ist (und ich somit schon laenger nicht mehr geschrieben hatte)!

 

Da in Indien trotz unserer "Plaetzchen backen" Aktion nicht wirklich Weihnachtsstimmung aufgekommen ist, habe ich es wahrscheinlich nicht so wahrgenommen, wie schnell die Vorweihnachtszeit vergangen ist.

 

Morgen werden Beatrice und ich nach Goa fliegen, um dort Weihnachten zu feiern. Da Goa frueher eine portugiesische Kolonie war und dementsprechend viele Christen dort leben, hoffen wir, dass dort noch ein wenig Weihnachtsfeeling aufkommt ;-) Falls nicht, dann koennen wir zumindest das Meer, Strand und Palmen geniessen. Ich werde danach selbstverstaendlich wieder ausfuehrlich berichten.

 

Am 28.12. wird dann wieder weitergearbeitet, denn so langsam aber sicher rueckt auch das Ende meines Aufenthaltes immer naeher und ich ueberlege, was es noch alles zu tun gibt, ich noch unbedingt sehen und machen will etc.

 

Jetzt moechte ich erstmal allen ein besinnliches Weihnachtsfest wuenschen und auch ein paar Tage Erholung, um nach den alljaehrlichen Vorweihnachtsstress wieder zur Ruhe zu kommen. Auch schon einen guten Rutsch ins neue Jahr. Fuer 2006 viel Gesundheit, Zufriedenheit, Glueck und Erfolg!

 

Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen in Deutschland :-)

In guten vier Wochen bin ich schon wieder im Lande!

 

Liebe Gruesse

Susanne

 

 

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Tuesday - 06.12.05: Mein 1. Monsun...

Liebe Leser,

 

kaum zu glauben aber wahr, heute ist schon wieder der Nikolaus da! Allerdings nicht hier in Indien ;-) Jedoch nehme ich mir endlich mal wieder Zeit ein paar Zeilen zu schreiben. Irgendwie war in letzter Zeit wieder soviel los hier, dass ich gar nicht dazu gekommen bin, mein Tagebuch weiterzuführen. Der letzte Eintrag war am 22.11.05.

 

Was ist in der Zwischenzeit passiert?

 

Am 24.11.05 ging es nach Mumbai, weil wir dort am 25.11.05 einen Termin im SIESCOMS College hatten. Herr Pal hatte den Termin organisiert. Hier hatten wir die Möglichkeit, indische Studenten kennenzulernen und ihnen Deutschland vorzustellen. Für mich war der Termin nicht mehr ganz so spannend, da die Studienzeit ja schon vorbei ist, aber solange ist es ja auch noch nicht her ;-) Natürlich haben wir gleich die Gelegenheit genutzt und blieben in Mumbai, wo wir uns später mit den Bosch und Dirk Leuten getroffen haben. Da bei Bosch zwei "Neue" dazugekommen sind, besteht unsere Gruppe inzwischen aus 8 Personen.

 

Nach dem Mumbai Wochenende blieb mir auch garnicht viel Zeit, etwas ins Tagebuch einzutragen, denn am Mittwoch, den 30.11.05 bin ich nach Chennai zur Asian-Pacific HRM Conference aufgebrochen. Da Chennai an der Südostküste liegt und Nashik im Westen, ging es mit dem Flieger von Mumbai aus dorthin. Inzwischen habe ich doch schon so einiges gesehen in Indien... auch meinen ersten Monsun, denn in Chennai ist momentan noch Monsun.

 

Das war auch ein Erlebnis, aber ich glaube hier sprechen die Bilder für sich... Die Konferenz war auch sehr spannend, vor allen Dingen weil ich wirklich die einzige Teilnehmerin aus Europa war! Man hatte die Möglichkeit, sehr interessante Kontakte zu knüpfen. So habe ich die Personaldirektorin von FORD Indien kennengelernt, eine Amerikanerin, den Mercer Consulting Vorstand von Indien, diverse Leute von anderen namhaften Firmen wie Ernst & Young, Hyundai, Colgate-Palmolive...

 

Jetzt werde ich mal ein paar Bilder im Fotoalbum hochladen, damit es auch etwas zu sehen gibt :-)

 

Viele Grüße sendet Susanne

 

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Tuesday - 22.11.05: Viel zu tun...

... und ich komme leider kaum noch mit der Berichterstattung meiner Erlebnisse hier vor Ort nach, seit ich die Reise zum Goldenen Dreieck unternommen habe. Jedoch ist dieser Bericht inzwischen zur Hälfte geschrieben und wartet darauf gelesen zu werden: Einfach auf 05.11.05: Reise "Goldenes Dreieck" unter Recent Posts klicken!

 

Die Bilder zum 1. Teil der Reise habe ich nun auch im Funpic Fotoalbum hochgeladen. Aber da das ja alles schon wieder länger her ist, kurz zum aktuellen Geschehen hier:

 

Am Wochenende waren Bea und ich bei den Ellora und Ajanta Caves, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehören. Am Samstag früh ging es los Richtung Ellora. Nach der Besichtigung der Ellora Höhlen ging es weiter nach Aurangabad, wo wir den Abend und die Nacht verbrachten. Am nächsten Morgen ging es dann zu den Ajanta Caves und anschließend zurück zur ThyssenKrupp Anlage.

 

Da unser Fahrer Thorat aus einem Dorf kommt, das zwischen Ajanta und der ThyssenKrupp Anlage liegt (zur Info: Die Entfernung zwischen diesen Orten beträgt 400 km, was auch erklärt warum wir für die Rückreise 7 Stunden gebraucht haben), mußten wir dort natürlich auch noch einen kurzen Zwischenstopp einlegen, der aber wirklich ganz nett war.

 

Heute morgen war ich noch kurz beim Schneider, um einen Hosenanzug in Auftrag zu geben, da ich nächste Woche zu einem Personalmanagement Kongress nach Chennai fliegen werde. Dort möchte ich natürlich nicht in Jeans auftauchen, die ich hier im Büro ohne Probleme anziehen kann. In Nashik gibt es leider nur einen Herrenausstatter, zu dem ich deswegen gehen kann (die Inderinnen tragen ja alle Saris und brauchen keine Anzüge) aber ich vertraue mal auf die indische "Schneider-Kunst" und für den umgerechneten Preis von 59 Euro (!), übrigens Stoff UND Nähen zusammen, kann man ja nicht viel falsch machen.

 

Ach ja, dann habe ich es heute noch geschafft, mich aus meinem Büro auszusperren, weil ich gedankenversunken leider den falschen Schlüssel mitgenommen hatte und dann die Tür schon zu war, als ich es registriert habe. Da es keinen Zweit- oder Generalschlüssel gibt, mußte ein Mitarbeiter aus der Personalabteilung aus dem Fenster von Herrn Pal's Büro in mein Büro klettern, um dann die Tür von innen zu öffnen.

 

Dieses "Ereignis" hat sich natürlich wie ein Lauffeuer verbreitet und so stand innerhalb weniger Minuten die halbe Personalabteilung (zu der ja auch die Fahrer, Securityleute, Gärtner etc. gehören) vor meinem Büro... Wahrscheinlich kann sich jeder vorstellen, wie gerne ich in dieser Situation am liebsten im Erdboden versunken wäre ;-)

 

Aber bin ich natürlich nicht. Jetzt werde ich jedoch in mein Bett versinken, weil ich schon ziemlich müde bin.

 

Gute Nacht wünscht

Susanne

 

 

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Tuesday - 15.11.05: Neue Motivation :-)

Liebe Leser,

 

da mich letzte Woche eine Erkältung erwischt hatte, gab es bisher noch keine Berichterstattung über unsere Rundreise zum "Goldenen Dreieck" vom 28.10. bis 05.11.05. Aber seit gestern bin ich wieder hoch motiviert, dieses Tagebuch während meines Indien-Aufenthaltes regelmäßig zu pflegen, da ich von mehreren Lesern eine positive Resonanz erhalten habe, die mich natürlich sehr gefreut hat.

 

Leider ist es immer sehr zeitaufwendig die Fotos zu verkleinern, hochzuladen und einzufügen. Deshalb habe ich mir überlegt, die Bilder in Zukunft hauptsächlich unter meinem Fotoalbum zu veröffentlichen. Aber keine Sorge, dieses Tagebuch werde ich weiterhin schreiben, allerdings mit etwas weniger Bildern (wobei mir die Visualisierung zwischen den Berichten selbst auch sehr gut gefällt, aber wie gesagt, leider ist das sehr zeitaufwendig).

 

Diese Woche werde ich mich noch an meinen PC setzen und den Bericht zu unserer Reise zum "Goldenen Dreieck", den ich bereits begonnen habe (siehe Eintrag unter 05.11.05), vervollständigen.

 

Gestern war ich bereits fleißig und habe einen Bericht über unseren Sonntagsspaziergang ins Tagebuch gestellt (auch noch mit vielen Bildern). Aber jetzt gehe ich mal ins Bett, denn es ist schon 0.40 Uhr!

 

Gute Nacht wünscht

Susanne

 

 

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Sunday - 13.11.05: Sonntagsspaziergang

Liebe Indien-Interessierte,

 

schon länger habe ich nichts mehr ins Tagebuch geschrieben, obwohl doch so einiges passiert ist. Gerade komme ich von unserem Sonntagsspaziergang zurück und finde, dass es jetzt mal wieder an der Zeit ist ein paar Zeilen zu schreiben!

 

Ausserdem muss ich natürlich noch von unserer Reise zum "Goldenen Dreieck" von Indien (die Städte Delhi, Agra und Jaipur) berichten, dort waren wir vom 28.10. bis 5.11.05. Da mich danach eine Erkältung erwischt hatte, bin ich leider noch nicht dazu gekommen, einen Bericht zu verfassen, aber das kann ich ja noch nachholen. Inzwischen habe ich zumindest schon anfangen, die Route zu visualisieren :-)

 

Unser Sonntagsspaziergang in der Umgebung des Firmengeländes war ein richtiges Erlebnis. Erstmal mußten wir unseren "Hochsicherheitstrakt" verlassen:

 

Sicherheitstrakt "ThyssenKrupp Electrical Steel India Pvt. Limited"

 

Der Securitydienst wollte natürlich auch wissen, wo wir hingehen. Ja, wo wollten wir eigentlich hingehen? Das Firmengelände liegt mitten im Nirgendwo, die Stadt Nashik ist nämlich ca. 25 km entfernt (je nach Verkehr braucht man für die Strecke zwischen 25 und 60 Minuten). Eigentlich wollten wir einfach mal die Umgebung ein wenig erkunden und schauen, wie die Leute außerhalb des Firmengeländes leben.

 

Außerhalb des Firmengeländes gibt es sehr viele Felder, die von den Bauern, die in unmittelbarer Umgebung des Firmengeländes leben, bewirtschaftet werden.

 

Indische Familie bei der Feldarbeit

 

Momentan wird das Getreide geerntet und das Stroh für den Winter eingelagert. Hier ein paar Impressionen:

Das Stroh wird gebündelt

bevor es aufgeladen...

und wieder abgeladen wird.

 

Auch so ist die Landschaft sehr schön und da wir vor dem Mittagessen spazieren gegangen sind, war es relativ heiß (schätze zwischen 28 und 32 Grad) so dass ich an den Armen sogar einen leichten Sonnenbrand bekommen habe ;-)

 

Es gab viel zu sehen:

 

Indischer "Traktor" und Erntewagen

 

Vor dem Zuckerrohr bin ich sogar ein Zwerg :-)

 

Da es keinen richtigen Weg gab, sind wir einfach mal drauf los gelaufen, über Feld und Flur. Einige Hindernisse mußten überwunden werden:

 

Gut, dass wir unsere Trekkingsandalen an hatten :-)

 

Irgendwann ging es jedoch wirklich nicht mehr weiter und da waren wir ganz froh, als "unsere Wegweiser" kamen:

 

Unsere "Wegweiser"

 

Da die Jungs nur Marathi gesprochen haben, war die Verständigung nicht ganz so einfach und somit standen wir einige Minuten später von den Jungs und mehreren Indern, die auf den Feldern in der näheren Umgebung gearbeitet hatten, umgeben, mitten im Nirgendwo. Alle wollten helfen und irgendwie haben wir dann tatsächlich wieder den Weg zurück zum Firmengelände gefunden.

 

Sehr beeindruckend fand ich, als uns eine Inderin, die auf dem Feld gearbeitet hat, gefragt hat, ob wir etwas Essen wollten (sie machten gerade Pause). Es sah nicht wirklich so aus, als ob sie viel hatten, aber trotzdem hätten sie uns etwas abgegeben...

 

Da allerdings schon im Gästehaus der Lunch auf uns wartete, haben wir das Angebot nicht angenommen, aber nächstes Mal wollen wir früher losgehen und auch das Marathi-Buch mitnehmen, damit wir uns verständigen können :-)

 

 

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Saturday - 05.11.05: Reise "Goldenes Dreieck"

Da vom 01.11. bis 03.11. Diwali war, nutzten wir die Gelegenheit und haben uns vom 28.10. bis 05.11.05 frei genommen.

 

Für den interessierten Leser folgt die Erklärung des Festes Diwali:

Diwali oder Divali (wörtlich: Anordnung von Lichtern), das Lichterfest, ist ein bedeutendes mehrtägiges hinduistisches Fest in Indien. In seiner Bedeutung und seinem fröhlichen Charakter kann es mit Weihnachten in der westlichen Welt verglichen werden. Diwali ist in Nordindien gleichzeitig der Neujahrstag. Das Fest geht nach hinduistischer Überlieferung auf den Tag zurück, an dem Gott Rama mit seiner Frau Sita und seinem Bruder Lakshmana nach 14-jährigem Exil im Dschungel in seine Hauptstadt Ayodhya zurückkehrte. Da es dunkel war, entzündeten die Menschen Öllampen entlang seines Wegs. In den verschiedenen Teilen des indischen Subkontinents wird das Fest sehr unterschiedlich, mit vielfältigen Bräuchen und unterschiedlichen mythologischen Bezügen, gefeiert. Gemeinsames Ritual des Festes ist, dass die Menschen früh aufstehen und ein Bad mit wohlriechendem Öl nehmen. Sie tragen möglichst neue Kleider und beschenken sich mit Süßigkeiten. Schon Tage vor dem Fest werden Knallfrösche und anderes Feuerwerk entzündet.

 

Waren es ursprünglich nur kleine Öllichter - in Reihen an Fenster oder Eingänge gestellt - sind es heute zunehmend auch elektrische Lichterketten, die in Wohnhäusern, Geschäften und Straßen im ganzen Land leuchten. Manchmal werden Lampen in Bäume gehängt und Kerzen auf den Dächern platziert. Eine Deutung dieses Brauchs ist, dass die Lichter den Pitris, den Geistern der Toten, den Weg in das Land der Seligkeit zeigen. Wahrscheinlich gibt es eine Verbindung zu Allerseelen. Darauf deuten auch die Bräuche z.B. in Bengalen (Ostindien) hin, wo zu Diwali die schwarze Göttin Kali verehrt wird, die u.a. den Tod und die Überwindung des Todes symbolisiert.

 

Da der Besuch des "Taj Mahals" in Indien wirklich zum Pflichtprogramm gehört, hatten wir uns entschlossen, die Woche zu nutzen, um den Norden zu erkunden. Unsere Kollegen empfohlen uns, doch gleich eine Tour durch das "Goldene Dreieck" zu unternehmen, das der Anziehungspunkt für die meisten Touristen ist.

 

Eigentlich wollten wir die Reise selbst planen, aber da die Inder so hilfsbereit sind, wurden uns von diversen indischen Reiseagenturen schon Programme in die Hand gedrückt. Aus Bequemlichkeit hatten wir uns dann für eine organisierte Rundreise entschieden, bei der wir einen eigenen Fahrer hatten, der uns zu den touristischen Sehenswürdigkeiten im Goldenen Dreieck brachte. So sah unsere Reiseroute aus:

 

 

Freitag, 28.10.05: Fahrt von Nashik nach Mumbai, von dort Flug nach Delhi

Samstag, 29.10.05: Fahrt von Delhi über Jaipur zum Ranthambhore Park

Sonntag, 30.10.05: Aufenthalt im Ranthambhore Park

Montag, 31.10.05: Fahrt vom Ranthambhore Park nach Jaipur

Dienstag, 01.11.05: Aufenthalt in Jaipur

Mittwoch, 02.11.05: Fahrt von Jaipur über Fatehpur Sikri nach Agra

Donnerstag, 03.11.05: Aufenthalt in Agra, nachmittags Fahrt nach Delhi

Freitag, 04.11.05: Aufenthalt in Delhi

Samstag, 05.11.05: vormittags Delhi, um 14 Uhr Rückflug nach Mumbai, dann zurück nach Nashik

 

Am 28.10.05 ging es um 9 Uhr vom Gästehaus los Richtung Flughafen Mumbai. Obwohl die Strecke nur 160 km beträgt, hat man in Indien danach das Gefühl eine halbe Weltreise unternommen zu haben. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und nach einer gewissen Zeit hat man sich an das Gehupe, die Kühe, die die Straße überqueren, den chaotischen Verkehr und die schlechten Straßen gewöhnt. Wahrscheinlich bekomme ich erstmal einen Schock, wenn ich im Januar wieder die geordneten deutschen Verhältnisse sehe ;-)

 

Indischer Verkehr

 

Dann ging es mit dem Flieger Richtung Delhi. Dort angekommen, war ich erstmal ziemlich überrascht: Delhi ist ganz anders als Mumbai (ok, ich kenne jetzt beide Städte auch nicht wirklich gut, aber das waren meine Eindrücke). Als wir vom Flughafen ins Hotel fuhren (dort wurden wir schon von unserem Fahrer Ram Singh empfangen, der uns dann die ganze Woche begleitet hat), war ich über den "aufgeräumten" Zustand der Stadt überrascht. Es hätte auch eine europäische Großstadt sein können. Allerdings habe ich dann genau eine Woche später wieder anders darüber gedacht ;-)

 

Nach dem Einchecken im Hotel ging es zum Connaught Place. Unser Hotel "Rockland Inn" war nicht gerade der Knüller und das ist noch charmant ausgedrückt. Direkt an einer Hauptstraße, so dass nachts selbst die guten Ohropax nicht geholfen haben :-( Im Bad flog gegen den Lüftungsschacht ständig eine Taube, die wahrscheinlich versuchen wollte ins Zimmer zu kommen, um den Smog in Delhi zu entfliehen ;-)

 

Der Connaught Place ist das zentrale Geschäftsgebiet in Neu-Delhi und durch seine Kreisform sofort auf jeder Karte von Delhi zu erkennen. Dort haben wir uns noch ein bißchen umgeschaut und sind Essen gegangen, bevor es zurück zum Hotel ging! Am nächsten Tag ging es nämlich schon um 8 Uhr Richtung Ranthambhore Park. Zum Glück hatten wir uns entschlossen erst gegen Ende unserer Rundreise noch ein paar Tage in Delhi dranzuhängen und zum Ranthambhore Park zu fahren, denn an diesem Tag waren die furchtbaren Bombenanschläge in Delhi.

 

Gate India bei Nacht

 

Die Landschaft zwischen Delhi und dem Ranthambhore Park sieht wieder ganz anders aus! Hier sahen wir viele Kamele, aber auch Elefanten und natürlich auch wieder die typischen indischen "Autobahnraststätten" :-)

 

Hier gibt es noch genügend Servicepersonal :-)

 

Nach 10 (!) Stunden Autofahrt kamen wir endlich an und wurden für die lange Fahrtzeit wirklich entlohnt: Ein traumhaftes Resort (Tiger Den Resort) , ganz in der Nähe des Ranthambhore Parks wartete auf uns, in dem wir freundlich empfangen wurden:

 

Tiger Den Resort

 

Der Ranthambhore Park, ein etwa 500 Quadratkilometer großer Nationalpark im Südwesten Rajasthans, war einst das private Jagdgebiet des Maharadschas von Jaipur. 1972 lief in ganz Indien das Schutzprogramm "Project Tiger" an. Der bengalische Tiger galt damals als eine vom Aussterben bedrohte Tierart, landesweit auf ungefähr 1800 Exemplare dezimiert. 14 davon lebten in Ranthambhore. Auf rund 35 wird derzeit die Anzahl der Tiger in Ranthambhore geschätzt - die Chancen, einen davon zu sehen, stehen also nicht schlecht.

 

Kurz nach unserem Empfang gab es schon das Abendessen, das im Freien serviert wurde. Um die Touristen auch nett zu unterhalten, wurden ein paar Musikanten und Tänzer aus den umliegenden Dörfern engagiert, die dann die Aufgabe hatten, uns bei Laune zu halten. Tja, eigentlich ist ja so eine Pauschalreise gar nicht mein Ding, bei der man dann den einzigen Kontakt zu den Einheimischen direkt in der Anlage oder während der Sightseeing-Tour hat. Aber ich muss sagen, dass ich es ganz auch mal ganz lustig fand ;-)

 

Musikanten für die Touristen...

 

Um 6 Uhr früh startete dann am nächsten Tag unsere 1. Safari durch dem Ranthambhore Park, die mich stark an meine Elch-Safari in Schweden erinnert hat: Kurz nach der Einfahrt in den Park wurden wir von Verkäufern umlagert, die versuchten, uns ihre Fleecejacken zu verkaufen. Da es sehr frisch war, gab es auch zahlreiche Abnehmer. Außerdem wurde natürlich "richtige" Safari-Kleidung verkauft, z.B. Hüte.

 

Dann ging die Fahrt los: Mit uns zahlreiche Touristen aus den USA, die alles "cute" und "gorgeous" fanden. So mussten wir bei allen anhalten, was einigermaßen nach "Tier" aussah. Am besten fand ich ja, als eine Amerikanerin ihrer Tochter ganz begeistert ein "Bambi" gezeigt hat, das sie selbst bisher wahrscheinlich auch nur aus Wald Disney, oh, ich meinte natürlich Walt Disney kannte ;-)

 

Um kurz nach 10.30 Uhr waren wir wieder in der Anlage, wo es erstmal noch lecker Frühstück gab und wir die Gelegenheit hatten, uns zu "entstauben", da es auf der Fahrt wirklich richtig staubig war. Als wir so am Frühstückstisch saßen, wurden wir gefragt ob wir Lust auf eine Massage hätten, da sie diesen Service anbieten. Das haben Bea und ich uns natürlich nicht nehmen lassen und so wurden wir für umgerechnet 7 Euro eine Stunde von Kopf bis Fuß massiert...

So läßt es sich leben :-)

 

Kurz danach gab es schon wieder Mittagessen, bevor wir dann zu unserer 2. Safari aufgebrochen sind. Ach ja, ich hatte gar nicht erzählt, dass wir bei der 1. Safari keinen Tiger erblickt haben, was allerdings nicht schlimm war, da der Park auch sonst wirklich sehr sehenswert ist. Bei der 2. Safari hat es dann aber doch noch geklappt und so konnten wir alle noch unsere Bilder knipsen, bevor es zurück ins Resort ging ;-)

 

Der ersehnte Tiger ist da und muß fotografiert werden!

 

Am nächsten Morgen nach ein paar Zügen durch den Swimmingpool der Anlage ging es nach dem Frühstück weiter Richtung Jaipur. Das Hotel, das wir hier hatten, war leider nicht mehr so toll wie das Resort, denn auf den Fenstern klebte eine dunkle Folie, um das Zimmer vor Sonne zu schützen und die Luftverschmutzung in Jaipur war auch ziemlich heftig, so dass wir unter künstlichem Licht mit Air Condition leben mussten... aber wir blieben ja nur zwei Tage ;-)

 

Jaipur City ist für indische Verhältnisse eine untypische Reißbrettstadt. Schuld daran ist ihr Gründer, der Rajputenfürst Sawai Singh II, der 1727 Jaipur als Festungsstadt anlegte. Er ließ breite, rechtwinklig aufeinander zulaufende Straßen, unterteilt in neun Blöcke, bauen und sie mit einer Stadtmauer umschließen. Als 1876 Prinz Albert, der spätere König Edward VII., Jaipur besuchte, wurden ihm zu Ehren alle Häuser der Altstadt mit der Begrüßungsfarbe Rosa gestrichen. So bekam Jaipur den Namen Pink City. Schon damals galt die Metropole Rajasthans als Mikrokosmos und Babylon Indiens. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

 

Nach einem Steifzug durch die Pink City, in der wegen Diwali noch regeres Treiben herrschte, ging es zum Palast der Winde. Hier wurden wir von einem der zahlreichen Händler angelockt, die die für Rajasthan typischen handgearbeiteten Decken verkauften, in denen kleine Spiegelteile eingestickt sind. Wenn man sie noch nicht gesehen hat, läßt sich das wahrscheinlich schwer vorstellen, wie das aussieht, aber ich kann versichern, dass sie wunderschön sind (ok, über Geschmack läßt sich streiten...)

 

Da ich auch im Gästehaus so eine habe und sie mir sehr gut gefällt, wollte ich mir für Deutschland eine kaufen. Also, dann gleich mal bei dem rein, dachte ich mir. Erst wollte der sage und schreibe 230 Euro (ist echte Handarbeit bla bla bla), was selbstverständlich zu teuer war. Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass da selbst die Regel, 50 % des vom Händler vorgeschlagenen Preises ist der "richtige" Preis, nicht greift. Also habe ich meinen Chef angerufen und gefragt, was solche Decken kosten. Er meinte, dass ich auf keinen Fall mehr als zwischen 35 und 40 Euro zahlen solle.

 

Nach 1 (!) Stunde Feilschen habe ich dann die Decke inklusive 2 dazu passenden Kissenbezüge für 45 Euro gekauft. Ich glaube, sowohl der Händler als auch ich waren dann ganz froh, dass das Geschäft abgeschlossen war! Es war wirklich anstrengend solange mit ihm zu verhandeln :-)

 

Auch am nächsten Tag blieben wir noch in Jaipur, um etwas Sightseeing zu unternehmen. Auf dem Programm standen das Amber Fort, der City Palace und das Observatorium Jantar Mantar. Für diesen Tag hatten wir einen Guide (Fremdenführer), der uns zuerst zum Amber Fort brachte.

 

Hier wollten wir eigentlich auch an dem legendären Elefantenritt hoch zum Amber Fort teilnehmen, aber leider waren die Elefanten schon zu erschöpft, nachdem sie bereits einige Touristen transportieren durften. Wir sind ja auch noch gut zu Fuß :-) Also ging es hoch und uns wurde der Hintergrund dieses Forts etc. ausführlichst erklärt. Da das Amber Fort außerhalb Jaipurs liegt, ging es erstmal wieder zurück.

 

Da das Frühstück in unserem Hotel in Jaipur nicht gerade ein Highlight war (das Frühstück in Indien ist eigentlich nie ein Knüller, selbst im Gästehaus bekommen wir ab und zu Pizza und Pommes serviert), knurrten bereits schon unsere Mägen. Der Guide kannte natürlich ein ganz tolles Restaurant, zu dem wir unbedingt gehen sollten. Nach längerer Diskussion haben wir uns dafür entschieden, wobei ich nach gründlichem Lesen der Reiseführer doch etwas skeptisch war, bekommen doch die Guides "ihre Provision" von den Restaurants, wenn sie Touristen anschleppen, die dann dort ihr Geld lassen.

 

Nach einem kurzen Zwischenstopp bei einem (angeblich) staatlichen Verkaufsladen mit indischen Souvenirs ging es zu dem Restaurant: Bereits die Speisekarte war in der deutschen Sprache verfasst und das Restaurant bot doch einige special services für Touris wie z.B. eine Wechselstube, falls man noch ein paar Euros in Rupees umtauschen will, einen "Aus-der-Hand-Leser" und natürlich musikalischer Untermalung... Tja, dass hier keine Einheimischen köstigen, kann man sich denken ;-)

 

Danach ging es noch zum City Palace. Da ein "guter Bekannter" unseres Guides in der Nähe einen Laden hatte, mußten wir nach der Besichtigung des City Palace dort natürlich auch einen Zwischenstopp einlegen und zur Belohnung gab es auch eine Tasse Tee. Allerdings folgte dann (wie zuvor vermutet) das "Verkaufsprogramm", denn der "gute Bekannte" freut sich natürlich über ein paar Rupees der Touristen (oder gerne auch Euro, Dollar oder Kreditkarten, denn am Zahlungsmittel soll der Kauf natürlich nicht scheitern).

 

So wurden vor uns unzählig viele Teppiche ausgebreitet, alle aus echtem Kamelhaar und selbstverständlich nicht von Kindern hergestellt. Da müssten wir es ja verstehen, dass die Preise höher liegen bla bla bla... Da nun ein Teppich das letzte ist, was ich mir während meines Indien-Aufenthaltes zulegen möchte, konnte ich die Verkaufsshow mit Vergnügen verfolgen. Auch Bea und Till wollten keinen kaufen und so mußten wir das Programm nur eine halbe Stunde ertragen, bis der Händler merkte, dass bei uns nichts zu holen ist :-)

 

Abends ließen wir unseren Jaipur Aufenthalt in der Pink City ausklingen und sahen uns das rege Treiben, dass dort wegen Diwali herrschte, an.

 

Am nächsten Morgen ging es von Jaipur über Fatehpur Sikri nach Agra zum Taj Mahal, bevor wir weiter nach Delhi fuhren und dort noch knapp zwei Tage verbrachten. Anschließend ging es per Flugzeug wieder zurück nach Mumbai und von dort aus weiter nach Nashik.

 

Die gesamten Bilder zu unserer Reise "Goldenes Dreieck" sind unter http://susanneernst.su.funpic.de/coppermine abrufbar!

 

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Sunday - 23.10.05: Mumbai rocks!

Ich will Euch noch kurz von meinem Wochenende berichten. Am Freitag ging es nach Mumbai (oder Bombay, wie es früher offiziell hieß). Wen es interessiert:

 

Hintergrund der Namensänderung:

Die ersten Bewohner waren Fischer und nannten den Ort Mumbai nach ihrer Mutter-Göttin Mumbadevi. Jahrhunderte später nannten die Portugiesen die Stadt Bom Bahia, "schöne Bucht". Dieser Name wurde beibehalten, bis vor einigen Jahren die Lokalpartei "Shiv Sena" die Stadt von kolonialen Anklängen "reinigen" wollte und wieder der ursprüngliche Name offiziell wurde.

 

Die Bewohner geben ihrer Stadt heute auch noch einen dritten Namen: "Slumbay". In Mumbai leben 60 % der Einwohner in Slums, bei ca. 12 Millionen Einwohnern in der eigentlichen Stadt sind das 7,2 Millionen Menschen.

 

Gegenwärtig ist Mumbai somit übrigens die größte Stadt der Welt (wenn man die Vorstädte nicht mitbetrachtet) vor Delhi. Geht man nach Metropolregionen (mit Vorstädten) liegt sie hinter Tokio, New York, Mexiko-Stadt und Seoul auf Platz 5 mit 19.499.453 Millionen Bewohnern.

 

Wenn man in Mumbai ankommt, muss man sich erstmal die Augen reiben: Einerseits wegen der wahnsinning schlechten Luft (wenn man in Mumbai lebt, atmet man laut einer Studie an einem Tag genauso viele Giftstoffe ein, wie wenn man zwei Schachteln Zigaretten am Tag rauchen würde), andererseits wegen der Kulisse, die man sieht. Arm und Reich liegen in dieser Stadt wahnsinnig nah beieinander:

 

          

                   Einerseits Slumbay...                                                            ...andererseits Finanzmetropole

 

Die Stadt hat nicht sehr viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, eine der wenigen: Gateway of India.

 

Gateway of India bei Nacht

 

Das Gateway of India war der alte Anlegeplatz der Passagierschiffe aus Europa. Der 26 m hohe, im Gujarat-Stil erbaute Bogen wurde zu Weihnachten 1924 vom damaligen Vizekönig von Indien, Earl Reading, zum Gedanken des Besuchs von König George und Königin Mary im Jahre 1911 eingeweiht. Heute gehen von hier Hafenrundfahrten und die Motorbootfahrt zur Insel Elephanta ab. 

 

Wir haben nach unserer Ankunft (für die Fahrt der ca. 200 km haben wir dank indischer Verhältnisse auch "nur" 4 Stunden gebraucht...) in unserem Hotel eingecheckt und uns gleich ins Nachtleben gestürzt. Nach einem leckerem Essen (auch wieder für umgerechnet gerade mal 2 Euro pro Person) waren wir im Cafe Mondegar und danach ging es in einen Club.

                                                                        

                

                    Essen im Food Inn                                                                                      Im Cafe Mondegar

 

Nach unserem Clubbesuch (der 8 Euro Eintritt gekostet und entsprechende Getränkepreise hatte) ging es zurück zum Hotel. Auf dem Weg dorthin mußte man aufpassen, dass man niemanden tretet. Es liegen wirklich wahnsinnig viele Menschen einfach auf dem Bürgersteig, ohne jegliche Decken etc. Darunter auch Kleinkinder, die halbnackt sind...

 

Dass man angebettelt wird, ist inzwischen für mich "selbstverständlich" geworden... aber die halbnackten Kinder auf dem Bürgersteig zu sehen... man kann das Elend nicht beschreiben :-( und aus Anstand werde ich es auch nicht mit Fotos dokumentieren...

 

Am Samstag haben wir dann noch ein bißchen die Stadt besichtigt, oder besser gesagt, die Läden. In Mumbai kann man sehr gut einkaufen gehen, weil hier im Vergleich zu Deutschland alles nur die Hälfte kostet. Habe zugeschlagen und mich mit Lacoste, Tommy Hilfiger und Co. ausgestattet.

 

Abends sind wir zurückgefahren und während der Fahrt habe ich nochmal den Mumbai-Ausflug Revue passieren lassen: Ich hatte mich gefreut, dass ich mal wieder tanzen und einkaufen gehen konnte. Die Kinder, die auf dem Bürgersteig schlafen, würden sich freuen, wenn sie festes Dach über den Kopf hätten, ein Bett und ausreichend zu essen...

 

Ich bin sehr dankbar, dass ich hier bin und diese Eindrücke sammeln darf, so schockierend sie auch sein mögen. Vielleicht lernt man dadurch auch wieder die für uns so selbstverständlichen Dinge schätzen...

 

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Thursday - 20.10.05: Nach 3 Wochen...

Seit drei Wochen bin ich nun in Indien und kann es immer gar noch nicht richtig fassen. Nachdem der anfängliche Kulturschock, den mir viele vorausgesagt hatten, ausgeblieben ist, setzt er jetzt im Nachhinein etwas ein. Am Anfang nimmt man zwar alles wahr, aber kann es nicht begreifen.

 

Selbst wenn man 1000 Bilder dieses Landes anschauen würde, wird man nicht verstehen können, wie es hier ist, man muss es wirklich erleben. Der Personalleiter von ThyssenKrupp Electrical Steel India meinte schon bei seinem Besuch in Deutschland zu mir, dass man nach einem Indienaufenthalt ein anderer Mensch sein wird. Der Spruch

 

"Indien zwingt dich, über dich und dein Leben nachzudenken und Indien verändert jeden, der längere Zeit hier war"

 

drückt es wohl ganz passend aus. Obwohl wir hier im Gästehaus auf sehr hohem Standard leben, bekommt man doch noch genug vom indischen Leben außerhalb des Betriebsgeländes mit. Zum Beispiel erst gestern Abend als wir mit den DIRK und BOSCH Trainees unterwegs waren.

 

Erstmal haben wir richtig lecker in einem Restaurant gegessen. Wir hatten verschiedene Vorspeisen, Chicken, Fisch, Käse etc. und Getränke und dafür hat jeder gerade mal 2,40 Euro bezahlt. Ok, an die Insekten, die neben mir die Wand hochliefen, muss ich mich auch noch ein wenig gewöhnen, aber solange die nicht in meinem Essen sind, ist mir das ziemlich egal.

 

Inzwischen sind Bea und ich bestens mit der Artenvielfalt der indischen Insektenwelt vertraut. Jeden Morgen können wir uns stolz beim Frühstück berichten, welches Exemplar uns in unseren Zimmern besucht hat.

 

Vor dem Restaurant hatten sich natürlich wieder zahlreiche Kinder versammelt, um uns anzubetteln. Aber irgendwie bin ich in dieser Beziehung schon ziemlich abgestumpft und nehme es nicht mehr so war, wenn ihre kleinen Hände meinen Arm umgreifen und sie "Madam, money, money..." rufen.

 

Ja, ich hätte auch nicht gedacht, dass man wirklich so schnell "kalt und unbarmherzig" wird und die Kinder ignoriert, aber eigentlich ist es der einzige Weg um mit der Armut in Indien fertig zu werden. Sobald man in ihre traurigen Augen blickt, die zerzausten Haare und ihre fauligen Zähne sieht, ihre Kleidung, die aus mehr Löchern als aus Stoff besteht, dann kann es einen das Herz zerreißen. Aber man weiß, dass man machtlos ist:

 

Gibt man den Kindern Geld, so werden die Eltern sie weiterhin zum "Geldverdienen" anstatt in die Schule zu schicken. Auch mit Essen ist es schwierig... Was soll man den Kindern zu essen geben? Bonbons, damit die Zähne noch früher rausfallen? Fängt man an Spielzeug zu verteilen, versammeln sich im Nu die gesamten Kinder der Stadt (zumindest hat man das Gefühl) und soviel Spielzeug kann man nicht dabei haben, dass man alle gleich behandelt...

 

Es ist schon schwierig... Also, deshalb lieber eine kleine Spritztour mit den Rollern der DIRK und BOSCH Trainees durch Nasik, zum Godavari. Vom heiligen Fluß hatte ich ja schon einige Bilder in meinem Fotoalbum hochgeladen, aber im Dunkeln ist die Atmosphäre wieder ganz anders.

 

Irgendwie fühle ich mich wie im Traum, alles kommt mir sehr surreal vor:

 

Als wir durch die engen Gassen fahren, überall noch Menschen, Rikkschas und Motorräder obwohl es bereits 22 Uhr ist. Selbst am Tage würde man in Deutschland nie soviele Menschen auf den Straßen sehen. Hier und da wird noch der ein oder andere "Laden" zugemacht, jemand versucht Herr über die Müllberge Indiens zu werden, Kühe, streunende Hunde und Ratten laufen durch die Straße, wühlen im Müll. Die Gerüche variieren zwischen süßlich-aromatisch (Räucherstäbchen etc.) und scharf-stechend (Urin etc.)

 

Typische indische Straße

 

Wir sind am Godavari angekommen: Dort kann man deutlich den Staub im Lichtstrahl der Laternen sehen, die orangefarben leuchten... Auf dem Fluß hat sich eine undefinierbare Schicht gebildet, die im Laternenlicht funkelt.

 

Wo tagsüber Marktstände aufgebaut sind, liegen viele Menschen, die dort ihre Schlafplätze haben. Sie liegen direkt unter den Laternen, auf "Sammelplätzen", wahrscheinlich um sich vor Überfällen zu schützen, oder wie es Bea passend ausgedrückt hat "um ihre Kräuter-Vorräte zu retten..." oder was sie eben besitzen. Viel kann es nicht sein, denn sie haben ihr Hab und Gut unter ihren Decken...

 

      

  Schlafplätze am Godavari

 

Eine Kuh läuft an den schlafenden Menschen vorbei und sucht in einem Müllhaufen nach etwas Essbaren. Am Flussufer frisst ein streuender Hund eine Ratte...

 

...und wir sind mittendrin und können es nicht recht begreifen, dass das hier ein Teil der Welt ist, in der auch Deutschland ist: Wo (fast) jeder ein Dach über den Kopf hat, ein Bett zum Schlafen, genug zu Essen... aber trotzdem Probleme, weil man denkt, dass man noch nicht alles hat was man braucht...

 

Auch wenn sie nichts haben, so lachen sie uns doch an, als wir am Fluß ankommen. Freuen sich und interessieren sich für "unsere Welt"...

 

Soviel Freundlichkeit wie ich in diesen drei Wochen in Indien erlebt habe, habe ich in Deutschland nicht in 27 Jahren erlebt. Alle wollen einen helfen, z.B. wenn man den Weg nicht findet (leider auch, wenn sie ihn selbst nicht wissen), man wird von den Leuten nach Hause eingeladen, selbst wenn das Haus noch so klein ist - für Gäste ist dort immer Platz.

 

Die Gastfreundschaft ist unbeschreiblich!

 

Am Anfang hatte ich damit sogar Probleme, weil wir, egal welche Wünsche wir geäußert haben, immer ein "ja" als Antwort bekommen haben und nie ein Wunsch, eine Bitte abgelehnt wurde. Für mich war nicht klar, wann man die Grenze überschreitet und diese Gastfreundschaft überstrapaziert, weil ich dachte, dass die Antwort "ja" aus reiner Höflichkeit kam.

 

Aber nachdem ich mich mit Kollegen unterhalten habe, weiß ich, dass hier in Indien einfach alles versucht wird, die Wünsche des anderen zu erfüllen und wenn es nicht klappt, so hat man es doch wenigstens versucht.

 

Ich habe jetzt auch versucht, einen Eindruck zu vermitteln, wie dieser Teil Indiens ausschaut. Aber die Vielfalt Indiens läßt sich nur schwer beschreiben. 

 

Mehr Impressionen könnt Ihr unter http://susanneernst.funpic.de/coppermine sehen.

 

Viele Grüße aus Indien sendet

Susanne

 

 

 

 

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Thursday - 13.10.05: Bin schon müde...

...aber ich will noch kurz erzählen, was hier noch so passiert ist.

 

Da hier gestern Feiertag (Durga Puja) war, haben wir den Dienstagabend genutzt, um mit den BOSCH und Dirk Trainees ein bißchen auszugehen. Hier im Guest House ist es zwar sehr komfortabel (vor allen Dingen in den neuen Zimmern, aber das werdet Ihr gleich auf den Bildern sehen), aber dafür ist auf dem Firmengelände abends natürlich nicht viel geboten.

 

                 

                             Mein Wohnzimmer...                                                            ...und mein Schlafzimmer

 

Da Nasik leider auch nicht unbedingt mit Cafes, Bars und Nachtclubs gesegnet ist (sondern eher mit Tempeln), muss man halt woanders Party feiern...

 

Nachdem wir uns erstmal mit Getränken versorgt hatten, ging es noch in ein Restaurant für einen kleinen Snack bevor wir mit dem Auto von Pritam durch die Gegend "gecruist" sind. Ein Inder war nämlich so mutig und hat uns Europäer (Kevin ist Franzose) begleitet...

 

Hier ein paar Impressionen:

 

              

                                  Waiting for beer....                                                     Gemütliches Beisammensein

 

 

Die gesamte Truppe, leider ohne Bea, da sie fotografiert hat

 

Auch hier ist es wie überall: Selbst wenn es keine tollen Bars, Clubs etc. zum Weggehen gibt, kann man seinen Spaß haben, wenn man mit ein paar netten Leuten unterwegs ist!

 

Den Feiertag haben wir selbstverständlich auch genutzt, für einen Ausflug zu einer "hill station", die Saputara heißt und wirklich sehr sehenswert war.

 

Der Ort war sogar richtig "touristisch erschlossen", d.h. es gab verschiedene Möglichkeiten, dort den Tag zu genießen. Neben einer Seilbahn (die aber leider außer Betrieb war) gab es einen Naturpark, Einkaufsmöglichkeiten und man konnte im See Tretboot fahren....

 

      

                             Hill station "Saputara"                                                                  Was für ein Blick...

 

Ich als Bergsteigerin :-)

 

Auf der Rückfahrt gab es nochmal einen kurzen Zwischenstopp, da ja wie gesagt Feiertag war, nämlich Durga Puja (oder auch Dussehra genannt):

 

Durga Puja gehört zu den großen Festen des Hinduismus und wird von Hindus auf der ganzen Welt - auch in Deutschland - gefeiert. Der mythologische Hintergrund des Festes liest sich wie folgt:

Einst herrscht der Dämon Mahischasura über Himmel und Erde. In einem langen Krieg hatte er alle guten Kräfte und Götter besiegt und den Himmelskönig Indra von dessen Thron vertrieben. Hilfe suchend wandten sich die Vertriebenen an die hohen Götter des hinduistischen Pantheons Brahma, Vishnu und Shiva, die die Bitten um Hilfe erhörten. Gemeinsam sandten die guten Kräfte kosmische Strahlen aus, schufen aus diesen die Göttin Durga und statteten die Göttin mit Waffen aus. Durga zog in den Kampf gegen den Dämon Mahischasura. Der Dämon versuchte vergeblich die Göttin zu täuschen, indem er sich in Tiere verwandelte. Schließlich gewann Durga den Kampf gegen den Dämon und wird seither als Beschützerin und Verkörperung des Guten von Göttern und Menschen verehrt.

Schon Monate vor dem eigentlichen Fest beginnen die Vorbereitungen, indem beispielsweise Durga-Statuen hergestellt werden, die mit reich bestickten roten Saris bekleidet werden.

Die eigentlichen Festlichkeiten und Zeremonien dauern zehn Tage, von denen die ersten vier in Gemeinschaft mit anderen Gläubigen verbracht werden. Durch die rituelle Erweckung der Durga am ersten Tag der Feierlichkeiten wird die Göttin eingeladen während der gesamten Festtage anwesend zu sein. In dieser Zeit ehren die Gläubigen die Göttin unter anderem durch rituelle Bäder, neue und reichbestickte Kleidung, Gebeten und Opfern in Tempeln sowie feierlichen Prozessionen, bevor die Durga am letzten Tag rituell verabschiedet wird.

 

Auch unser Fahrer hat sich von Durga verabschiedet. An diesem Feiertag putzen und schmücken viele Hindus ihre Arbeitsgeräte. Da ja Durga als Beschützerin verehrt wird, soll diese quasi die Arbeitsgeräte schützen (zumindest habe ich es so verstanden, als mir ein Arbeitskollege nochmal diesen Brauch erklärt hat). Anbei ein paar Impressionen wie Thorat "sein Arbeitsmittel" schmückt:

 

        

                 Thorat beim Schmücken des Autos                                                      geschmücktes Auto

 

Thorat vor dem ThyssenKrupp geschmückten ThyssenKrupp Fuhrpark

 

Falls sich jemand über das Hakenkreuz auf dem Auto wundert:

 

Das Hakenkreuz ist ein Symbol aus der Kultur der Arier. Das Wort „Swastika“ ist Sanskrit und heißt „Glück“ oder „Wohlbefinden“. Für Hindus, Jains und Buddhisten ist das Hakenkreuz verheißungsvoll und wird von Hindus und Jains auf Bücher oder Häuserwände gemalt. Auch in Tempeln ist das Swastika häufig zu finden.

 

Eigentlich sieht man in Indien an jeder Ecke Hakenkreuze, was für Deutsche natürlich schon etwas seltsam ist, aber man gewöhnt sich an alles...

 

 

 

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Sunday - 09.10.05: End of weekend...

Leider ist das Wochenende schon wieder vorbei und bevor ich ins Bett gehe will ich nur noch schnell ein paar Zeilen schreiben, um Euch auf dem Laufenden zu halten. Wie so manche schon vermutet haben, lässt die Motivation Tagebuch zu schreiben, doch schnell nach... (Hattest ja recht, Ole...)

 

Aber ich will Euch kurz berichten, was wir so am Wochenende angestellt haben. Am Freitag ging es nach der Arbeit gleich nach Nasik City, um uns mit Rupees einzudecken und uns mit den BOSCH Trainees zu treffen. Sie wohnen direkt in einer Wohnung mitten in der Stadt.

 

Als wir ankamen, war gleich mal der Strom weg. Bisher hatten wir immer das Glück, dass wir rund um die Uhr mit Strom versorgt wurden, was in Indien aber nicht immer der Fall ist, da der Strom aus Sparmaßnahmen öfters abgestellt wird...

 

Nach einem kurzen Kennenlernen bei Kerzenschein ging es in ein Restaurant. Auch dort war es noch dunkel (klar, da war auch kein Strom), aber nach zehn Minuten ging auch wieder das Licht. Dann konnten wir auch sehen, was wir bestellt haben...von allem ein bißchen und es war wieder superlecker.

 

    

                            Kevin und Manuela                                                                     Niki, Till, Bea und ich

 

Das Essen schmeckt bisher so gut (und ich vertrage es auch), so dass ich das Gefühl habe, dass ich als Coil zurück nach Deutschland rollen werde ;-)

 

Hmm, ist das gut...

 

Nach dem gemütlichen Abend hat uns unser Fahrer Thorat (hatte ihn bisher immer total falsch geschrieben, aber bei indischen Namen ist es auch schwer, nach der Aussprache die richtige Schreibweise zu wählen) abgeholt und uns zum Gästehaus zurückgebracht. Vorher machten wir noch einen kurzen Abstecher bei seiner Familie, die er uns vorstellen wollte.

 

Thorat und seine halbe Familie (ein Sohn fehlt)

 

Alle Inder sind total gastfreundlich und wir fanden es auch sehr nett von ihm, da in seiner Straße ein traditioneller Volkstanz "Dandiya raas" aufgeführt wurde. Zur Zeit ist "Navratri", das Festival der neun Nächte, das der Göttin Durga gewidmet ist. Dieses Hindufestival findet in neun Nächten statt (wie der Name ja fast schon verrät...) und endet mit dem Fest "Dussehra", bei dem Durga's Sieg über den Dämonen Mahishasura gefeiert wird. So, da habt Ihr doch wieder etwas über den Hinduismus gelernt :-)

 

Göttin Durga

 

Am Samstag ging es zu einem wunderschönen See, einem Wasserfall und einem Staudamm, die in der Nähe von Nasik sind. Die Natur ist wirklich klasse und total anders als ich sie mir vorgestellt hatte. Aber schaut Euch einfach die Bilder an, dann werdet Ihr verstehen was ich meine:

See bei Nasik

 

       

                                                                                Wasserfälle

 

Als wir unterwegs waren dachte ich, dass ich wohl auch zu den Leuten gehöre, die Indien lieben. Selbst die Inder sagen, dass man ihr Land entweder liebt oder hasst...

 

...aber heute, am Sonntag hatte ich das Gefühl, dass es bei mir dann (manchmal) eine Haßliebe ist. Heute standen nochmal ein paar Tempel auf dem Programm. Da es ja angeblich 2000 Tempel in der Umgebung von Nasik gibt, kann man doch so einige Wochenenden damit füllen :-) Wir haben schon festgestellt, dass wir nächstes Wochenende etwas anderes anschauen werden, denn irgendwann braucht man mal eine Tempel-Besichtigungspause ;-)

 

Trimbakeshwar Temple

 

Aber um nochmal auf die Haßliebe zurückzukommen: So schöne Seiten Indien auch hat, so schlimme hat es auch. Die Armut der meisten Leute hier ist wirklich unbeschreiblich und wenn man durch ein indisches Dorf läuft und Angst hat von Straßenködern gebissen zu werden, alles total schmutzig ist, man angebettelt wird etc. dann fragt man sich doch, warum man unbedingt in dieses Land wollte.

 

So leben leider nicht nur manche Tiere in Indien, sondern auch Menschen...

 

Im nächsten Moment kann man diese Zweifel aber nicht mehr verstehen, wenn man von einem indischen Kind angelächelt wird, Inder uns mit ihren Kindern fotografieren wollen, obwohl sie eigentlich wegen dem Tempel gekommen sind. Die wunderschönen Landschaften sieht... von den Indern herzlich als Gast aufgenommen wird... etc.

 

Fototermin mit indischen Kids...

 

Ja, Indien ist ein Land voller Gegensätze, aber vielleicht macht auch das einfach seinen Reiz aus. Wenn ich mir die Bilder ansehe, dann muss ich mich manchmal doch kneifen, dass ich hier bin. Hier, in einer ganz anderen Welt mit neuen Gerüchen, anderen Farben, anderen Lebenseinstellungen.

 

Indien war beim "world happiness index", der GfK NOP auf dem vierten Platz, hinter Australien, USA und Ägypten. Trotz ihrer Armut und ihren Problemen scheinen die Menschen hier echt glücklich zu sein...

 

So, ich bin jetzt auch glücklich, dass ich mich doch noch hingesetzt und ein paar Zeilen geschrieben habe. Die Bilder werde ich morgen hochladen :-) Gehe jetzt ins Bett,

 

gute Nacht wünscht Euch Susanne 

 

 

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Friday - 07.10.05: Ende der 1. Arbeitswoche

Am Montag, den 3. Oktober hatte ich in diesem Jahr meinen ersten Tag im Büro bei TK Electrical Steel in Indien und konnte somit nicht den Tag der Deutschen Einheit feiern. Nach einem Plausch mit dem Personalleiter vor Ort über Themen wie die Fahrt von Mumbai nach Nasik war, wie wir mit dem Gästehaus zufrieden sind etc. wurden wir erstmal allen wichtigen Leuten vorgestellt. Außerdem hatten wir noch die Möglichkeit die Produktion zu besichtigen.

 

Bea und ich beim Blick durch ein Coil

 

Normalerweise verfüge ich ja über ein gutes Namensgedächtnis, aber ich muss zugeben dass die indischen Namen deutschen Namen in keiner Weise ähnlich sind und leider zum Teil auch nicht so ausgesprochen werden wie sie geschrieben werden. 

 

Nachnamen wie Bhattacharjee oder Vornamen wie Rajashekhar sind einfach nicht so leicht zu behalten. Etwas unsicher wird man auch, wenn einem gesagt wird, dass man Vor- oder Nachnamen sagen kann, denn bei uns gehört ja zum Nachnamen dann noch die Anrede mit Frau bzw. Herr. Als ich deswegen nachgefragt habe, wurde mir aber gesagt, dass das hier nicht so eng gesehen wird... Naja, mir soll es recht sein, aber ich versuche schon immer die Herren richtig anzusprechen.

 

Bea, Joydeep Bhattacharjee und ich bei der Produktionsbesichtigung

 

Ja, die Herren... Denn von 676 Mitarbeitern sind tatsächlich nur 5 weiblich. Sonst arbeiten in Personalabteilungen ja meistens mehr Frauen, was aber keineswegs ein Nachteil ist, liebe Kolleginnen in Essen :-)  aber dieses Mal erfülle ich die Frauenquote und bin tatsächlich die einzige Dame.  

 

Nach der Einführungswoche wird es nächste Woche mit der Vorstellung der drei Bereiche, in die die Personalabteilung unterteilt ist (Administration, Personnel & Industrial Relations, Human Resources & Training) weitergehen... Aber dazu mehr nächste Woche, denn das Wochenende ruft!

 

 

 

 

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Wednesday - 05.10.05: Hier geht das Tagebuch weiter...

Liebe Indien-Interessierte,

 

da die Verfassung des Tagebuchs in WORD mit Bilder einfuegen, in PDF umwandeln etc. doch recht umständlich war, gehe ich auch mit dem Trend und habe jetzt ein weblog. Ab sofort könnt Ihr hier ganz aktuell mitverfolgen, was ich in Indien erlebe und auch etwas über das Land und die Leute erfahren.

 

Damit es nicht so langweilig wird, lade ich dazwischen auch immer ein paar Bilder hoch...

Wer noch nicht genug von den Bildern hat, kann sich noch mehr unter:

 

http://susanneernst.su.funpic.de/coppermine/ 

 

anschauen.

 

Ansonsten wünsche ich viel Spaß beim Lesen...

...und in der Ferne freut man sich natürlich auch immer über Nachrichten aus Deutschland :-)

 

Viele Grüße

Susanne

 

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Liebe Indien-Interessierte, ab sofort könnt Ihr hier ganz aktuell verfolgen, was ich in Indien erlebe und auch etwas über Land und Leute erfahren. Viele Grüße Susanne

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